Was die großen Denker sagen
Aristoteles
Aristoteles' Tugendethik fragt nicht 'Was soll ich tun?', sondern 'Was für ein Mensch will ich sein?' Ethik ist für ihn die lebenslange Kultivierung guter Charaktereigenschaften.
Handle so, wie ein tugendhafter Mensch handeln würde — und du wirst selbst tugendhaft.
Konfuzius
Konfuzius' Ethik basiert auf der Pflege der fünf Grundbeziehungen: zwischen Herrscher und Untertan, Eltern und Kind, Eheleuten, Geschwistern und Freunden. Ethik beginnt in der Familie.
Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.
Buddha
Der Buddha lehrte eine Ethik des Mitgefühls: Handle so, dass du kein Leid verursachst — weder anderen noch dir selbst. Die fünf Silas (Gebote) bieten einen praktischen Rahmen.
Ethik beginnt mit der einfachen Absicht, kein Leid zu verursachen.
Sokrates
Sokrates glaubte, dass Wissen und Tugend eins sind: Wer wirklich weiß, was gut ist, wird es auch tun. Unethisches Handeln entsteht aus Unwissenheit.
Niemand tut freiwillig Böses. Wer das Gute erkennt, wird es auch tun.
Seneca
Seneca betonte, dass Ethik keine Theorie ist, sondern tägliche Praxis. Jeden Abend sollst du den Tag prüfen: Wo habe ich gut gehandelt? Wo habe ich versagt?
Philosophie ist keine Theorie — sie ist die tägliche Praxis, ein besserer Mensch zu werden.