Was die großen Denker sagen
Buddha
Der Buddha machte das Leid (Dukkha) zum Ausgangspunkt seiner gesamten Lehre. Die Vier Edlen Wahrheiten zeigen: Leid existiert, es hat eine Ursache (Anhaftung), es kann enden, und es gibt einen Weg dorthin.
Leid entsteht aus Anhaftung. Wer loslässt, findet den Weg aus dem Schmerz.
Seneca
Seneca, der selbst Verbannung, Krankheit und den Tod geliebter Menschen erlitt, lehrte: Leid verliert seine Macht, wenn wir es vorher durchdenken und akzeptieren.
Wir leiden häufiger in der Vorstellung als in der Wirklichkeit. Nimm dem Leid seine Überraschung.
Friedrich Nietzsche
Nietzsche, selbst von chronischen Schmerzen geplagt, sah im Leid den Rohstoff menschlicher Größe. Nicht das Leid bricht uns, sondern das sinnlose Leid.
Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.
Epiktet
Epiktet unterschied radikal zwischen dem Ereignis und unserer Bewertung. Der Schmerz kommt von außen, aber das Leid entsteht in unserem Kopf — durch unsere Urteile.
Nicht die Dinge quälen die Menschen, sondern die Meinungen, die sie darüber haben.
Rumi
Rumi sah im Leid eine Öffnung für das Licht. Unsere Wunden sind keine Schwächen, sondern Tore, durch die tiefere Erkenntnis und größere Liebe eintreten.
Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt.